
Bachelor- oder Masterarbeit: Kostenmodell für die wertsteigernde Kreislaufwirtschaft produzierender Unternehmen
FIR an der RWTH AachenUnternehmensbeschreibung
Die Kreislaufwirtschaft gilt als Schlüssel, um Ressourcenverbrauch und Emissionen in der Industrie nachhaltig zu reduzieren. Ein besonders wirtschaftlich vielversprechender Ansatz ist die wertsteigernde Kreislaufwirtschaft (Upgrade Circular Economy): die gezielte Aufwertung bereits genutzter Produkte durch modulare Upgrades, statt sie durch Neugeräte zu ersetzen. Die meisten produzierenden Unternehmen stufen höhere R-Strategien als relevant ein, scheitern jedoch an der Umsetzung. Eine zentrale Ursache liegt in der Wirtschaftlichkeitsbewertung: Vorhaben der wertsteigernden Kreislaufwirtschaft werden im Projektportfolio nicht fair mit linearen Alternativen verglichen, weil herkömmliche Entscheidungskennzahlen zentrale Effekte wie Resilienz, Kundenbindung oder Erlöse über mehrere Nutzungszyklen nicht korrekt abbilden. Neben der Erlösseite gilt dies ebenso für die Kosten: Klassische Kostenmodelle sind auf lineare Produktlebenszyklen ausgelegt und erfassen Kostenpositionen der wertsteigernden Kreislaufwirtschaft, etwa für die Entwicklung von Upgrade-Modulen oder die Rückführung gebrauchter Komponenten, nicht systematisch. Genau hier setzt diese Abschlussarbeit an: Es soll ein Kostenmodell erstellt werden, das die Kosten entlang des wertsteigernden Produktlebenszyklus vollständig erfasst und in eine berechenbare Kostenstruktur überführt. Die Ergebnisse fließen direkt in das Forschungsprojekt GRROW ein und können bei Bedarf in eine Veröffentlichung überführt werden. Durch das Forschungsprojekt stehen namhafte Industriepartner wie bspw. Miele zur Verfügung.
Stellenbeschreibung
Das sind Deine Aufgaben:
- Identifikation phasenbezogener Kostenverursacher entlang des Produktlebenszyklus der wertsteigernden Kreislaufwirtschaft (z. B. Upgrade-Entwicklung, Core-Akquisition, Rückführungslogistik)
- Ableitung von Kostenfunktionen je Phase und Beschreibung der zugehörigen Kostentreiber und Einflussfaktoren (z. B. Innovationsgrad, Kompatibilitätsgrad, Rücklaufmenge)
- Formalisierung des Kostenmodells in eine quantitative Kostenstruktur durch Ableitung von Wirkungsbeziehungen zwischen Kostentreibern und Kostenpositionen
Qualifikationen
Das bringst Du mit:
- Du studierst Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, Betriebswirtschaftslehre oder ähnliches
- Du bringst unternehmerisches Denken mit und hast idealerweise erste Projekterfahrung im wirtschaftlichen Umfeld
- Du arbeitest selbstständig und strukturiert
- Du verfügst über sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
- Du bist sicher im Umgang mit MS-Office und offen für den Einsatz von KI-Werkzeugen (z. B. zur Literaturrecherche)
Zusätzliche Informationen
Das kannst Du erwarten:
- Enge Betreuung besonders zum Einstieg, danach Freiraum für eigenständiges Arbeiten
- Zugang zu renommierten Industriepartnern und aktiven Forschungsprojekten als Grundlage Deiner Arbeit
- Vernetzung mit anderen studentischen Mitarbeitenden und wissenschaftlichen Kolleginnen und Kollegen vor Ort in Aachen
- Möglichkeit zur wissenschaftlichen Veröffentlichung Deiner Ergebnisse
- Flexible Zeiteinteilung in einem modernen Arbeitsumfeld